»Don Karlos, Infant von Spanien« von Friedrich Schiller am Staatstheater Wiesbaden (Kleines Haus)


Liebe Alumni, liebe Stipendiaten,

wir werden die Aufführung des dramatischen Gedichtes »Don Karlos, Infant von Spanien« von Friedrich Schiller am Staatstheater Wiesbaden (Kleines Haus)

am Sonntag, dem 15. Januar um 16.00 Uhr

besuchen und laden Sie herzlich ein, uns zu begleiten.

Schillers »Don Karlos« ist gleichermaßen politische Dichtung wie Familiendrama. 1787 zuerst als Prosafassung veröffentlicht, dann zur Thalia-Fassung in Versform umgearbeitet und noch im selben Jahr in Hamburg uraufgeführt, behandelt das Werk einerseits die politischen Entwicklungen am spanischen Hof sowie in Flandern im 16. Jahrhundert und andererseits eine tragische Liebesgeschichte im Viereck. Der spanische König Philipp II. geht eine politische Ehe mit Elisabeth von Valois ein, obwohl er in Wahrheit die Prinzessin von Eboli liebt. Diese liebt jedoch den Sohn des Königs, den Kronprinzen Don Karlos. Und Don Karlos liebt – natürlich – die Gemahlin des Königs, Elisabeth. In diesem Geflecht aus menschlichen und politischen Irrungen und Intrigen bemüht sich der Marquis von Posa nach Kräften darum, Don Karlos zu helfen und die Entwicklungen zu einem glücklichen Ende zu bringen. Doch seine Pläne gehen nicht auf: Der Marquis wird getötet, und der König sieht sich gezwungen, seinen Sohn der Inquisition zu übergeben. Das Glück wird keine der Figuren finden.

Die Wiesbadener Inszenierung kommt ganz klassisch daher. Das Bühnenbild Gisbert Jäkels zeigt sich ebenso wie die Kostüme Marianne Glittenbergs nicht aufdringlich oder selbstzweckhaft. Vielmehr unterstützen sie die Darstellung, indem sie den historischen Stoff als solchen respektieren. Viola Bolduan lobt im Wiesbadener Kurier Tom Gerber, der die Entwicklung Philipps II. »auf allen Stufen bravourös mit Kraft« auf die Bühne bringe. Matthias Bischoff beschreibt Gerbers Spiel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als »eindringlich ambivalent, mal eiskalt berechnend, mal vor hochmütigem Zorn schier berstend, dann bibbernd, schwach und liebesbedürftig«. Regisseur Uwe Eric Laufenberg bescheinigt er, den tragischen Konflikt des Stückes mustergültig darzustellen: »Das ist im besten Sinne altmodisch und konventionell, verzichtet auf Regietheatereitelkeiten und gibt den Schauspielern das Stück gleichsam zurück.« Bei allem finde Laufenberg mit seiner Inszenierung aber auch »genau die nötige Dosis Moderne«. Wir sind gespannt auf diese Aufführung, von der wir uns gemeinsam ein Bild machen wollen. Die Vorstellung wird gegen 19.45 Uhr enden.

Wie üblich besorgen Sie die Karten für sich und Ihre Begleitung bitte selbst (auch möglich via Internet, siehe hier). Wir haben bereits Karten für folgende Plätze, an denen Sie sich bei Ihrer Auswahl gerne orientieren können: 4. Parkett links, Reihe 18, Plätze 279 bis 282. Wir treffen uns gegen 15.30 Uhr im Foyer des Staatstheaters. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und einen schönen Theaterbesuch.

Mit herzlichen Grüßen

India Kandel Philipp Martin Lars Iking

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen