Die Mainz/Frankfurt Winterakademie ist eine einwöchige Akademie für Stipendiat*innen und Alumni/Alumnae mit Arbeitsgruppen zu ausgewählten Themen aus Wissenschaft, Politik und Kultur.

Täglich wird ein halber Tag der intensiven, interdisziplinären Arbeit und ein halber Tag dem (optionalen) Ski- und Snowboardfahren in einem Wintersportgebiet gewidmet.

Die Abende bieten zusätzlich viele Möglichkeiten zum Austausch ähnlich den Sommerakademien der Studienstiftung.

Die Mainz/Frankfurt Winterakademie ist hervorgegangen aus der Mainzer Winterakademie, einem der traditionsreichsten Projekte der Regionalgruppe Mainz/Wiesbaden und findet seit 2022 mit größerem Team und als Kooperation der Regionalgruppen Mainz/Wiesbaden und Frankfurt statt.

Neuigkeiten

Winterakademie 2023

25. Februar bis 4. März 2023 in Davos/Klosters, Schweiz!

Ausschreibung im Juli 2022
Anmeldung im August 2022

Kosten und Anmeldung

Die Kosten für Anreise mit dem Bus ab Mainz/Frankfurt/Stuttgart, Unterkunft, Verpflegung und einen 6-Tages-Skipass betragen für:

  • Alumni/Alumnae (kein Mitglied im Alumniverein): 789 €

  • Alumni/Alumnae (Mitglied im Alumniverein): 749 €

  • Stipendiat*innen (kein Mitglied im Alumni-Verein): 549 €

  • Stipendiat*innen (Mitglied im Alumni-Verein): 529 €

Falls wir die maximale Teilnehmer*innenzahl erreichen, werden wir einen Rabatt von voraussichtlich 40€ an alle weitergeben können.Die Anmeldung erfolgt über das Forum (orangener Button). Die Platzvergabe erfolgt über ein Losverfahren und danach nach der Reihenfolge der Anmeldungen, falls alle Anmeldungen der ersten 24 Stunden berücksichtigt werden konnten. Anmeldungen aus den Gruppen Mainz/Wiesbaden und Frankfurt werden bevorzugt. Da die Akademie durch den Alumni-Verein finanziell wesentlich unterstützt wird, besteht für Vereinsmitglieder der o.g. Rabatt. Ein Beitritt zum Alumni-Verein ist mit der Teilnahme möglich.

Exemplarischer Zeitplan

Arbeitsgruppe 1

Dr. Vera Baum und
Dr. Inez Weitershausen

Zukunft der Arbeit & Leadership

Die heutige Arbeitswelt steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Der digitale und technologische Wandel, die Klimakrise sowie die sich rasch verändernden Prioritäten von MitarbeiterInnen und KundInnen – sie alle verändern unsere Gesellschaft und führen dazu, dass Organisationen etablierte Prozesse und Tools hinterfragen und sich neu erfinden müssen.

Dies stellt insbesondere Führungskräfte vor eine gewaltige Aufgabe und tatsächlich beschäftigt sie Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Doch leben wir glücklicherweise in einer Zeit, in der alle eingeladen sind, mitzudenken und Lösungen zu entwickeln.

Ziel unserer AG ist es daher, Lösungen nicht von oben herab zu denken, sondern gemeinsam zu überlegen, wie sich Transformationsprozesse nachhaltig und sozial verträglich steuern lassen, welchen Werten und Prinzipien unser Handeln unterliegen soll, wohin wir uns als Gesellschaft entwickeln wollen und was wir konkret tun können, um unsere Vision für die Zukunft der Arbeit zu realisieren.







Arbeitsgruppe 2

Dr. Leonard Fehring

Selbstoptimierung –
wie gut ist genug?

Das 21. Jahrhundert wird häufig als „Zeitalter der Selbstoptimierung“ betrachtet. Die Marge ist: niemals hinter den eigenen Möglichkeiten zurückbleiben! Überall werden wir auf- und herausgefordert Optimierungsbestrebungen möglichst allumfassend und nachhaltig in unseren Selbstanspruch zu integrieren. Um dem gerecht zu werden, reichen die Optimierungsangebote von Self-tracking über spezielle Ernährungsgewohnheiten, neuartige Schlafmethoden, Lebensmodelle wie Frugalismus, Neuroenhancement, operative/ästhetische Veränderungen des Körpers bis hin zu Projekten wie Neuralink, die die Vernetzung von Mensch und Maschine auf das nächste Level heben wollen.

In dieser Akademie wollen wir verschiedene Formen der Selbstoptimierung vorstellen und wissenschaftlich hinterfragen. Neben olympischen Idealen wie „höher, schneller, weiter“, wollen wir auch Optimierungskategorie wie Selbstbestimmung, Entspannung, Lebenszufriedenheit und Glück anschauen.

Dazu wird auch die Frage gehören, fördert das Streben nach dem perfekten Ich eher Selbstentfaltung und die mentale und physische Gesundheit oder kann es auch zum Risikofaktor für diese werden.

Als Gegenmodell zum Fokus auf den optimierten Marktwert eines Individuums, wollen wir auch alternative Werte für ein gelingendes Leben wie z.B. „Existential Positivity“ diskutieren.

Die Teilnehmenden der Akademie erarbeiten im Vorfeld jeweils einen kleinen Vortrag, der vor Ort dann diskutiert werden soll. Zudem wird es Raum geben, den ein oder anderen Selbstoptimierungsansatz auszuprobieren.


Literatur:

  • Mülhausen und Wippermann - Das Zeitalter der Selbstoptimierung

  • Christoph Augner - Selbstoptimierung ist auch keine Lösung: Schluss mit dem Perfektionswahn

  • Ariadne von Schirach - Du sollst nicht funktionieren: Für eine neue Lebenskunst

Arbeitsgruppe 3

Dr. Max Vetter

Workshop
Moderation

In fast allen professionellen Kontexten ist Arbeit in Gruppen oder Teams essenziell. Die Steuerung der Kommunikation in Gruppen oder Teams bezeichnet man als Moderation. Moderation – sei es klassisch analog oder online – trägt maßgeblich zur Produktivität und einem positiven Erleben von Workshops, Meetings und Co. bei. Mit Moderation werden Kommunikation gelenkt, Gruppendynamik genutzt und Prozesse gesteuert. Wenig überraschend findet sich daher in vielen Stellenanzeigen der Wunsch nach Moderationskompetenz.

Im Workshop Moderation ergründen wir, was eine gute Moderation ausmacht. Wir widmen uns unterschiedlichen theoretischen Hintergründen für Moderation (insbesondere Systemisches Denken und sozialpsychologische Konzepte) und wenden die theoretischen Inputs in interaktiven Trainingssequenzen praktisch an.

Dabei geht es u.a. um die folgenden Themen:

  • Moderationsanlässe und Moderationsformate

  • Auftragsklärung

  • Moderationskonzeption und Dramaturgie

  • Phasen in der Moderation

  • Moderationsmethoden

  • Eine Haltung und den eigenen Stil in der Moderation entwickeln

  • Gesprächsführungstechniken für Moderation

  • Visualisierung

  • Umgang mit konfliktbehafteten Moderationssituationen

Am Ende des Workshops sollen alle Teilnehmenden über grundlegende Moderationskompetenzen verfügen und in der Lage sein, eigene Moderationen strukturiert planen und durchführen zu können.


Arbeitsgruppe 4

Dr. Philip Häusser

Medizin der
Zukunft

Innovationen haben schon immer den medizinischen Fortschritt beflügelt. Von Mikroskopie über Röntgen bis Impfung, m-RNA-Therapie, “Gen-Schere” oder Chirurgie-Roboter. Durch Computer, digitale Datenspeicher und Netzwerke stehen uns ungeahnte Möglichkeiten zur Verfügung. Schon jetzt können manche Computermodelle selbstständig Proteine erfinden und ihre Wirkung vorhersagen, wenn nur genügend Trainingsdaten vorhanden sind. Menschen tragen Sensorik an Handgelenk, Oberarm oder Finger, die Herzrhythmusstörungen, Schlaganfälle oder andere Ereignisse vorhersagen und in Datenbanken einspeisen können. Sogenannter künstlicher Intelligenz (KI) werden von manchen wahre Wunder nachgesagt, andere sehen darin den Untergang der Menschheit. Dem gegenüber steht ein immer komplizierter zu werden scheinendes regulatorisches Gerüst, das einerseits Sicherheit für die Patienten gewährleisten, andererseits aber auch neue Chancen nicht verhindern soll. Und dann bringen neue Technologien auch neue ethische Herausforderungen mit sich: Sollten wir Ungeborenen allerlei Krankheiten diagnostizieren und Geborenen die Todesursache vorhersagen können?

In diesem Seminar wollen wir uns diesem Themenkomplex etwas differenzierter nähern. Es geht darum, wo die Medizin(technik) heute steht, was die großen Herausforderungen sind, welche Antworten es aus der Welt der Technologie gibt, wie eigentlich aus einer bloßen Idee ein Medizinprodukt werden kann und welche Rolle KI in alldem spielen wird/soll/muss.

Das genaue Format entwickeln wir gemeinsam. Eine Idee wäre es, diese Fragen zu erörtern, indem wir ein fiktives Medizinprodukt der Zukunft entwickeln. Dabei sind alle Fachgebiete selbstredend willkommen.


Arbeitsgruppen

In interdisziplinären Arbeitsgruppen unter der Leitung renommierter Dozent*innen erarbeiten wir uns die Inhalte z.B. anhand von Vorträgen, die seitens der Teilnehmer*innen anhand von Literaturvorgaben der Dozent*innen vorbereitet sein können. Die endgültige Gestaltung ist den Dozent*innen jedoch freigestellt.

Die Arbeitsgruppen sind stets offen für alle Fachrichtungen und erfordern keine speziellen Vorkenntnisse.

Gruppenübergreifende Veranstaltungen erlauben Einblicke in die Themen und Ergebnisse der anderen Arbeitsgruppen.

Freizeitgestaltung

In unserer Freizeit erkunden wir die Alpenlandschaft unseres Akademieortes bei gemeinsamen wintersportlichen Aktivitäten. In allen Jahren haben sich Gruppen aus Anfänger*innen und Fortgeschrittenen zum Ski- und Snowboardfahren gefunden, auch in Kursen mit professionellen Skilehrer*innen.

Die Abende bieten zusätzlich viele Möglichkeiten des Austauschs, auch zwischen Alumni/Alumnae und Stipendiat*innen. Beispielsweise können Alumni/Alumnae ihren Berufsweg vorstellen und damit einen Einblick für Stipendiat*innen in den Berufseinstieg ermöglichen.

Organisationsteam

Ihr erreicht uns unter der oben angegebenen E-Mail-Adresse.

Dieter Kilsch

Mainz


Felix Krieger

Frankfurt


Hans Gildenast

Aachen


Maike Labenz

Mainz


Manuel Schrader

Mainz


Thilo Deussen

Frankfurt